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Mehr als hell und dunkel

Wissenswertes zum Thema Licht


Ohne Licht sehen wir nichts. Diese einfache Wahrheit stellt sich bei näherem Hinsehen als wesentlich komplexer heraus als zunächst gedacht. Denn Licht ist nicht gleich Licht!

In der Umgangssprache sagt man, es gibt kaltes und warmes Licht. Der Fotograf unterscheidet zwischen Tageslicht und Kunstlicht. In den grafischen Berufen kommt das so genannte »Normlicht« zur Geltung. Da Licht die Grundvoraussetzung für die Wahrnehmung von Farben und Formen darstellt, laden wir Sie ein, das Licht besser zu verstehen.

Licht zählt zu den elektromagnetischen Wellen und ist in einem Atemzug zu nennen mit der Strahlung von Radio- und Fernsehsendern, Röntgengeräten oder Wireless- und Mobilfunknetzen. Ähnlich dem Radio, das die Funkfrequenzen in hörbare Töne umwandelt, setzen Auge und Gehirn die wahrgenommenen Lichtstrahlen in farbige Bilder um. Dabei lässt sich jede elektromagnetische Strahlung anhand ihrer Wellenlänge beschreiben.

Das menschliche Auge ist in der Lage, Strahlung mit einer Wellenlänge von ca. 380 bis 780 Nanometern wahrzunehmen.


Farbe im Spektrum darstellen

Tages- oder Kunstlicht tritt immer als Gemisch aller Wellenlängen auf. Wird dieses Licht durch ein Prisma gebrochen, so sieht man anstelle des weißen Lichtes die Farben eines Regenbogens. Somit ist das Gemisch der Strahlung verschiedenster Wellenlängen jetzt wohlgeordnet. Jeder Wellenlänge kann man ihre spezifische Farbe zuordnen:

Bei 380 nm geht es mit Violett los, dann über Blau, Cyan, Grün und Gelb zu Rot bei 780 nm.


Begrifflichkeiten rund um das »Sehen«
Lichtfarbe / Farbtemperatur

Die Lichtfarbe/Farbtemperatur (Kelvin) ist Maß für die spektrale Zusammensetzung von Licht, wie es von einer Lichtquelle abgegeben wird. Zudem beeinflusst sie die subjektive Wahrnehmung der Farben, die von einem Körper reflektiert werden. Lichtfarben sind von der Wellenlänge abhängig und können direkt gemessen und auch wahrgenommen werden. Je höher der Wert, desto weißer die Lichtfarbe.
Die Lichtfarben von Leuchten sind in drei subjektive Gruppen eingeteilt:
Warmweiß (ww, < 3.300 K) – Neutralweiß (nw, 3.300-5.300 K) und Tageslichtweiß (tw, > 5.300 K)

Lichtstrom

Der Lichtstrom (Lumen) ist das von einer Lichtquelle in einem bestimmten Raumwinkel ausgestrahlte Licht. Er dient als Kennziffer zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit einer Lichtquelle.

Zur Orientierung beim Kauf neuer Leuchtmittel: Eine alte 100-W-Glühlampe hat die Leistungsfähigkeit von ca. 1.183 Lumen.

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke (Lux) ist die Lichtenergie, die auf eine Fläche auftrifft. Sie ist die Kenngröße dafür, ob eine Fläche mehr oder weniger hell beleuchtet wird.

Laut Arbeitsstättenverordnung ist es unerlässlich, dass Büroarbeitsplätze mit mindestens 500 Lux beleuchtet werden.


Der Einfluss der Beleuchtung

Der entstehende Farbreiz beim Sehen wird stark von der Beleuchtung beeinflusst. Durch die Anpassung der Farbanteile im Licht wird maßgeblich auf den Biorhythmus, d. h. das Wohlbefinden, die Konzentrationsfähigkeit oder die Stimmungslage, Einfluss genommen. Außerdem erhalten Sie dadurch völlig neue Möglichkeiten, um bestimmte Bereiche in einem Raum zu akzentuieren – so wirkt z. B. die Wiese auf einem Bild grüner oder das Sofa im Eck strahlt regelrecht in Rot.